Mittelfristige Ziele und Forderungen

31. Januar 2018|Aktuelles, Positionen, Protokolle|0 Kommentare

Auf der Protest-Konferenz III (29.09. bis 1.10.17) in Hannover hat sich das Bündnis mittelfristige Ziele gesetzt, die es realpolitisch erreichen möchte.

Mittelfristige Forderungen des Bündnisses:

Schule

  • Unser Ziel ist die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems zugunsten einer inklusiven, demokratischen und sozial gerechten Schule für Alle.

  • Zunächst ist die Mitbestimmung von mindestens 50% der/durch Schüler*innen in allen Schulentscheidungen und schulpolitischen Entscheidungen und Gremien notwendig.

  • Wir fordern, je nach Notwendigkeit, eine Abschaffung von Noten oder eine Ersetzung von Noten durch ein konstruktives Feedbacksystem.

Hochschule

  • Wir fordern das Ende der Konkurrenz von Hochschulen untereinander und ihre vollständige Kostendeckung.

  • Es muss eine bedarfsgerechte Finanzierung einschließlich der flächendeckenden Schaffung von 50.000 neuen unbefristeten Stellen im akademischen Mittelbau und 7.000 neuen Professuren gewährleistet sein.

  • Wir fordern die Einführung eines bedingungslosen Studierendenhonorars in Höhe von mindestens 840 € monatlich. Dieses soll unabhängig von Alter, Semesterzahl, Leistung, und Einkommen der Eltern sowie bedarfsdeckend sein und als Vollzuschuss an Student*innen gezahlt werden.

  • Wir fordern gleichberechtigte Mit- und Selbstbestimmung in allen Hochschul-Gremien und entsprechende Handlungsmöglichkeiten durch Viertelparität.

Berufsausbildung

  • Bisherige Leistungen bzw. Bildungserfahrungen müssen ausreichend berücksichtigt werden. Hierfür müssen eine entsprechende Anerkennung und eine ergänzende Bildungskonzeption erfolgen.

  • Mitbestimmung muss gewährleistet werden, daher fordern wir eine Auszubildenden-Quote in Betriebsräten und Raum im Unterricht für Gewerkschaften und Arbeitsrecht. Repressionen müssen konsequent in die Öffentlichkeit getragen und bekämpft werden.

  • Ausbildungen müssen frei von Diskriminierung sein, daher müssen Bewerbungsverfahren anonymisiert werden. Bewerber*innen aus sozial benachteiligten Gruppen müssen bei gleicher Qualifikation stärker berücksichtigt werden. Krankheiten und Beeinträchtigungen müssen anerkannt werden und dürfen sich nicht negativ auf Ausbildungsleistungen und Zulassungen niederschlagen; zudem muss jeder Ausbildungsbetrieb ein Anti-Diskriminierungskonzept haben.

  • Alle Ausbildungsgebühren müssen abgeschafft werden, da Bildung für alle zugänglich sein muss.

  • Die Ausbildungsvergütung für alle Auszubildenden muss einem Mindestlohn von 10€ entsprechen.

 

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