Lernen am Limit

3. August 2018|Material, Protokolle|

  
Keine Wohnung – keine Kursplätze– keine Kohle – Schluss damit! Gute Lern- und Lebensbedingungen jetzt!
 
Im Herbst (ab den 15, Oktober) versuchen wir in möglichst vielen Städten gemeinsam mit Schüler*innen-, Auszubildenden- und Studierendenvertretungen und anderen progressiven Jugendverbänden, Gewerkschaften und Initiativen, Protestcamps zu organisieren. Diese richten sich gegen Wohnungsnot, geringes BAföG und geringe Ausbildungsvergütung, lange und teure Schulwege sowie überfüllte Kurse (Klassen/Seminare/Vorlesungen). Sie können z.B. als symbolische Aktionen mit wenigen Zelten oder praktisch als Unterkunft in Turnhallen oder Aula durchgeführt werden.
Außerdem können sie ergänzt werden durch kreativen Protest, Mobilisierung und Bildungssarbeit auf lokaler Ebene.
Anschließend daran werden wir am 14. November gemeinsam mit den oben genannten Strukturen, Vollversammlungen an unseren „Lernfabriken“ (Uni, Schule, o.ä.) organisieren, auf denen wir einen Forderungskatalog mit möglichst vielen Beteiligten beschließen. Allein diese Vollversammlungen sollten genügen, um bundesweite mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen. Zusätzlich richten wir auf diesen Vollversammlungen offene Protestbündnisse ein, die weitere Aktionen planen, wenn unsere öffentlichen Forderungen keine Wirkung zeigen. 
 
Diese Aktionen gipfeln in einer internationalen Protestkonferenz in Hannover vom 23. – 25. November. Für diese wird vor Ort ab dem ersten Schultag bzw. ab dem ersten Uni-Tag mobilisiert.
 
Unsere Forderungen lauten wie folgt:
  • Ein bedingungsloses Studierendenhonorar in Höhe von mindestens 840 € monatlich. Dieses soll unabhängig von Alter, Semesterzahl, Leistung, und Einkommen der Eltern sowie bedarfsdeckend sein und als Vollzuschuss an Student*innen gezahlt werden.
  • Die Ausbildungsvergütung für alle Auszubildenden darf einen Mindestlohn von 10€ nicht unterschreiten
  • Alle Ausbildungs- und Studiengebühren müssen abgeschafft werden. 
  • Es muss eine bedarfsgerechte Finanzierung der Hochschulen einschließlich der flächendeckenden Schaffung von 50.000 neuen unbefristeten Stellen im akademischen Mittelbau und 7.000 neuen Professuren gewährleistet sein.
  • Maximale Klassen-, bzw. Kursgröße: 20 Schüler*innen. Dafür müssen ausreichend Lehrer*innen eingestellt werden.
  • Kostenloser öffentlicher Nahverkehr, derdurch Steuern finanziert wird
  • Funktionierende Mietpreisbremse, allgemeine Nutzung von Leerstand und mehr Sozialer Wohnungsbau
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