Kurzbericht zur Protest-Konferenz IV vom 26. – 28. Januar in Halle

7. Februar 2018|Material, Protokolle|1 Kommentare

B ereits zum vierten Mal trafen sich vom 26. bis 28.01.2018 Aktive des Bündnisses „Lernfabriken …meutern!“ zu einer gemeinsamen Konferenz. Die über 50 Teilnehmer*innen kamen aus lokalen Basisgruppen des Bündnisses von Passau bis Bremen sowie aus den überregionalen Bündnis-Arbeitsgruppen oder auch als Interessierte aus Städten ohne aktive Ortsgruppen.

Zum Einstieg gab die Arbeitsgruppe Organisation einen Rückblick auf die bisherige Bündnisarbeit in den letzten zwei Jahren, mit drei Bündniskonferenzen und verschiedenen überregionalen und lokalen Aktionen. Ebenso legte sie die inhaltlichen Hauptziele dieser vierten Konferenz dar: einerseits eine Neustrukturierung der internen Bündnisarbeit mit einer Überarbeitung der Arbeitsgruppen und Versammlungsformate, und andererseits die Erarbeitung eines Handlungsplanes für die weitere Bündnisarbeit in den nächsten Monaten. Erneut kurz vorgestellt wurden auch die übergreifenden Ziele des Bündnisses (1. Entökonomisierung von Bildung, 2. Überwindung der sozialen Ausgrenzung im Bildungssystem, 3. Demokratisierung des Bildungssystems).

Wie auf vorangegangen Konferenzen boten auch diesmal einige Workshops mit Referent*innen den Teilnehmer*innen die Möglichkeit sich intensiver mit diesen Themen auseinanderzusetzen und inhaltlichen Input zu bekommen; so z.B. zu Ausbildungsvergütung und gewerkschaftlicher Organisation, zu Arbeitskampf an Hochschulen (und der dafür wichtigen Vernetzung mit dem akademischen Mittelbau), zu feministischer Kritik am Bildungssystem, und zu Bildung und Autorität im Allgemeinen.

Als zentrales Ergebnis der Konferenz auf der Aktionsebene wird am 13.06.2018 ein gemeinsamer, dezentraler Aktionstag durchgeführt. Dieser soll unter dem Oberthema „Soziale Ausgrenzung im Bildungssystem“ stehen und durch möglichst viele Aktionen im gesamten Bündnisgebiet eine hohe Sichtbarkeit für Thema und Bündnis erzeugen. Einige Basisgruppen werden schon im Vorfeld mit einer kleineren „Glücksrad-Aktion“ auf die soziale Ausgrenzung und die kommende Aktionswoche hinweisen. Außerdem ist geplant einen Aktionspool mit Ideen und Konzepten für lokale Aktionen anzulegen und zu pflegen.

Auf der Organisationsebene war das Ergebnis ein Plan zur Entwicklung weg von der bisherigen halbjährlichen Konferenz hin zu folgenden drei Formaten:

  1. Eine zunächst vom 20. bis 22.04.2018 in Berlin stattfindende Arbeitsgruppentagung, auf welcher sich vor allem die überregionalen Arbeitsgruppen (zurzeit: Organisation, Öffentlichkeitsarbeit, Aufbau) treffen.

  2. Ein zunächst vom 01. bis 03.06.2018 in Mannheim durchgeführtes Offenes Bündnistreffen, das für alle im weiteren Sinne bereits im Bündnis aktiven Menschen als Forum zur Arbeit an Themenschwerpunkten und inhaltlichen Positionen des Bündnisses dienen soll.

  3. Eine zunächst vom 23. bis 25.11.2018 (geplant) veranstaltete Große Konferenz, die sich auch an Personen richtet, die noch nicht im Bündnis aktiv sind; Schwerpunkte sollen hier – neben inhaltlichen Workshops – umfassende Positionierungen des Bündnisses auf Basis der Ausarbeitungen des Offenen Bündnistreffens sein.

Zudem haben die drei überregionalen Arbeitsgruppen des Bündnisses neue Mitstreiter*innen gefunden und alte neu motiviert. Damit starten die AGen (Konferenz-)Organisation, Öffentlichkeitsarbeit, und Aufbau (zur Information über das Bündnis vor Ort und zur Unterstützung bei Neugründungen von Basisgruppen sowie Vernetzung des Bündnisses mit bestehenden Strukturen) guten Mutes wieder durch.

Mit großer Motivation und vielen neuen Ideen gingen die Teilnehmer*innen am Sonntagabend auseinander – im Willen vereint ein besseres Bildungssystem ohne soziale Ausgrenzung, ohne ökonom

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